Transformatoren für Solarparks – Mittelspannungstechnik für PV-Großanlagen

Transformatoren für Solarparks: Netzanbindung für PV-Großprojekte

Photovoltaik-Großanlagen erzeugen Strom auf Niederspannungsebene, das öffentliche Netz nimmt ihn jedoch auf Mittelspannungsebene auf. Der Transformator ist damit das zentrale Bindeglied zwischen Solarpark und Netz. Wir liefern Mittelspannungstransformatoren für Freiflächenanlagen, Aufdach-Großprojekte und kombinierte Kraftwerke mit Batteriespeicher.

Photovoltaik-Solarpark mit Reihen von Solarmodulen
Solarpark mit Netzanbindung über Mittelspannungstransformator (Pixabay)

Einsatz in PV-Großprojekten

  • Freiflächen-Solarparks: zentrale oder dezentrale Netzanbindung großer PV-Freiflächenanlagen.
  • Aufdach-Großanlagen: Gewerbe- und Industriedächer mit Volleinspeisung oder Eigenverbrauch.
  • Agri-PV: kombinierte landwirtschaftliche und energetische Flächennutzung.
  • Kombikraftwerke mit Batteriespeicher: gemeinsame Netzanbindung von PV und BESS.
  • Repowering: Erneuerung der Trafotechnik bei bestehenden Solarparks.

Zentrale Trafostation oder Wechselrichter-Trafo-Einheiten?

Je nach Anlagenkonzept kommt entweder eine zentrale Trafostation für den gesamten Solarpark zum Einsatz, oder es werden mehrere dezentrale Wechselrichter-Transformatoren über den Park verteilt. Die dezentrale Lösung reduziert Verkabelungsaufwand und Verluste bei großen Flächen, die zentrale Lösung vereinfacht Wartung und Schutztechnik.

Kombination mit Batteriespeichern

Immer mehr Solarparks werden mit einem Batteriespeicher kombiniert, um Einspeisespitzen zu glätten und die Netzanschlussleistung effizienter zu nutzen. Die Trafoauslegung muss in diesem Fall sowohl die PV-Erzeugung als auch die Lade- und Entladeleistung des Speichers berücksichtigen.

Technische Eckdaten

  • Nennleistung: von wenigen hundert kVA je Wechselrichter-Trafo bis mehrere MVA in zentralen Stationen.
  • Bauart: ölgefüllt für Außenaufstellung, Gießharz bei besonderen Anforderungen.
  • Schutzkonzept: abgestimmt auf die Einspeiseanforderungen des Netzbetreibers.
  • Normkonformität: Ökodesign-Verordnung sowie einschlägige IEC- und EN-Normen.

Ablauf eines Solarpark-Trafoprojekts

  1. Anlagenkonzept: Klärung von zentraler oder dezentraler Trafolösung.
  2. Abstimmung mit dem Netzbetreiber: Einspeisepunkt und Netzanschlussbedingungen.
  3. Auslegung und Angebot: Dimensionierung passend zu Erzeugungsleistung und Speicher.
  4. Fertigung und Lieferung: normgerechte Herstellung und koordinierte Anlieferung.
  5. Inbetriebnahme: Prüfung, Messung und Netzparallelbetrieb.

Häufige Fragen zu Transformatoren für Solarparks

Zentrale oder dezentrale Trafolösung – was ist besser?

Das hängt von Flächengröße, Layout und Kabelwegen ab. Bei großen Freiflächenanlagen sind dezentrale Wechselrichter-Trafo-Einheiten meist verlustärmer, bei kompakteren Anlagen kann eine zentrale Trafostation wirtschaftlicher sein.

Wie beeinflusst ein Batteriespeicher die Trafoauslegung?

Der Transformator muss sowohl die Einspeiseleistung der PV-Anlage als auch die Lade- und Entladeleistung des Speichers abdecken können. Eine gemeinsame Planung von PV, Speicher und Trafo verhindert eine spätere Unterdimensionierung.

Welche Normen gelten für den Netzanschluss von Solarparks?

Neben der Ökodesign-Verordnung und den einschlägigen IEC- und EN-Normen für Transformatoren gelten die technischen Anschlussbedingungen des jeweiligen Verteilnetzbetreibers, die frühzeitig in die Planung einbezogen werden sollten.