Transformatoren für Ladeparks – Trafolösungen für E-Mobility-Infrastruktur

Transformatoren für eAuto-Ladeparks: zuverlässige Mittelspannungstechnik für E-Mobility-Infrastruktur

Transformatoren für Ladeparks sind die Basis jeder leistungsstarken Ladeinfrastruktur: Schnellladeparks für elektrische Pkw, Lkw und Busse übersteigen mit ihrem Leistungsbedarf schnell die Kapazität eines normalen Niederspannungsanschlusses. Ab einer bestimmten Anzahl von High-Power-Chargern führt daher kaum ein Weg an einer eigenen Mittelspannungs-Trafostation vorbei. Wir liefern passgenaue Transformatoren für Ladeparks – von der einzelnen HPC-Station bis zum Lkw-Depot mit Nachtladung.

Transformatoren für Ladeparks: Ladestation für Elektrofahrzeuge
Ladestation für Elektrofahrzeuge als Teil eines Ladeparks (Pixabay)

Wann braucht ein Ladepark einen eigenen Mittelspannungstransformator?

  • Schnellladeparks (HPC) für eAutos: mehrere Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit hoher Ladegeschwindigkeit und Gleichzeitigkeit im dreistelligen kW-Bereich je Ladepunkt.
  • Lkw- und Busdepots: Nachtladung großer Flotten mit hohem Gesamtleistungsbedarf.
  • Logistikzentren: Ladeinfrastruktur für elektrifizierte Fuhrparks im laufenden Betrieb.
  • Autobahnraststätten und Tankstellen: HPC-Standorte mit begrenztem Bestandsanschluss.
  • Microgrids mit Pufferspeicher: Kombination aus Netzanschluss, Speicher und Ladepunkten.

Leistungsauslegung für Ladeinfrastruktur

Die richtige Dimensionierung von Transformatoren für Ladeparks orientiert sich nicht an der Summe aller Ladepunkte, sondern an einem realistischen Gleichzeitigkeitsfaktor und einem durchdachten Lastmanagement. So lassen sich Ladeparks auch stufenweise ausbauen, ohne den Transformator von Beginn an überzudimensionieren. In Kombination mit einem Batteriespeicher lassen sich Lastspitzen zusätzlich abfedern und der Netzanschluss kleiner auslegen.

Bauart und Aufstellung

Für Ladeparks kommen häufig kompakte, ölgefüllte Transformatoren in einer vorgefertigten Trafostation zum Einsatz, die sich schnell aufstellen lässt. In innerstädtischen Lagen oder bei besonderen Brandschutzauflagen sind Gießharztransformatoren häufig die bevorzugte Wahl. Für eine schnelle, sichere und wartungsarme Inbetriebnahme empfehlen wir zudem eine werkseitig geprüfte Schutztechnik sowie eine klare Dokumentation aller Anschlussdaten für den Netzbetreiber.

Technische Eckdaten für Transformatoren an Ladeparks

  • Nennleistung: typischerweise 250 kVA bis 6.300 kVA, abhängig von Anzahl und Leistung der Ladepunkte.
  • Nennspannung Oberspannung: 10 kV bis 20 kV, angepasst an das lokale Verteilnetz.
  • Nennspannung Unterspannung: 400 V, bei DC-Schnellladeparks auch projektspezifische Sonderspannungen.
  • Bauart: ölgefüllt für Außenaufstellung oder Gießharz für Innenräume und lärmsensible Standorte.
  • Normkonformität: Ökodesign-Verordnung sowie einschlägige IEC- und EN-Normen für Leistungstransformatoren.
  • Redundanz: bei Hyperscale-Ladeparks optional als n+1-Konzept mit mehreren parallelen Trafoeinheiten auslegbar.

Ablauf eines Ladepark-Trafoprojekts

Die Beschaffung von Transformatoren für Ladeparks gliedert sich in fünf klar strukturierte Schritte:

  1. Bedarfsermittlung: Anzahl und Leistung der Ladepunkte, Lastprofil und Ausbaustufen.
  2. Abstimmung mit dem Netzbetreiber: Klärung von Anschlussleistung und Einspeisepunkt.
  3. Auslegung und Angebot: Dimensionierung von Trafo und Station passend zum Lastprofil.
  4. Fertigung und Lieferung: normgerechte Herstellung und koordinierte Anlieferung.
  5. Inbetriebnahme: Zusammenspiel mit Ladeinfrastruktur und Lastmanagement wird geprüft.

Normen und Netzanschluss

Transformatoren für Ladeinfrastruktur erfüllen dieselben Anforderungen wie andere Mittelspannungstransformatoren: Ökodesign-Verordnung, einschlägige IEC- und EN-Normen sowie die technischen Anschlussbedingungen des jeweiligen Verteilnetzbetreibers. Wir unterstützen Sie dabei, die Trafoauslegung frühzeitig mit den Anforderungen des Netzbetreibers abzustimmen. Für öffentlich zugängliche Ladepunkte gelten zusätzlich die Vorgaben der europäischen Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR).

Häufige Fragen zu Transformatoren für Ladeparks

Braucht jeder Ladepark einen eigenen Transformator?

Nicht zwingend. Kleinere Ladeparks lassen sich oft über einen bestehenden Netzanschluss versorgen. Ab einer bestimmten Gesamtleistung – insbesondere bei mehreren HPC-Ladepunkten – ist jedoch meist ein eigener Mittelspannungstransformator wirtschaftlicher und schneller genehmigungsfähig als eine aufwändige Erweiterung des bestehenden Niederspannungsanschlusses.

Wie wird die Trafoleistung für einen Ladepark dimensioniert?

Grundlage sind die geplante Anzahl und Leistung der Ladepunkte, ein realistischer Gleichzeitigkeitsfaktor sowie mögliche spätere Ausbaustufen. Ein durchdachtes Lastmanagement kann die benötigte Trafoleistung zusätzlich deutlich reduzieren.

Welche Trafoleistung benötigt ein typischer Ladepark?

Ein Ladepark mit zehn Schnellladepunkten à 150 kW benötigt bei realistischer Gleichzeitigkeit meist einen Transformator zwischen 800 kVA und 1.500 kVA. Die exakte Auslegung von Transformatoren für Ladeparks hängt dabei stets von Lastmanagement und geplanten Ausbaustufen ab.

Kann der Trafo mit einem Batteriespeicher kombiniert werden?

Ja. Ein Batteriespeicher kann Lastspitzen beim gleichzeitigen Laden mehrerer Fahrzeuge abfangen und so den benötigten Netzanschluss und die Trafoleistung reduzieren.

Wird der Ladepark mit einer eigenen Solaranlage kombiniert, finden Sie auf unserer Seite zu Transformatoren für Solarparks weiterführende Informationen zur gemeinsamen Netzanbindung.